Auf ein Wort mit: Pastorin Sarah Baumgärtner
Ab Juni begrüßen wir eine neue Pastorin im Gemeindeverbund:
Sarah Baumgärtner wird mit einer halben Stelle Pastorin in unseren Gemeinden.
Ab Juni beginnst du deinen Probedienst mit einer halben Stelle hier im Gemeindeverbund. Aber was heißt eigentlich Probedienst? Das bedeutet, dass ich gerade erst meine Prüfung zur Pastorin bestanden habe und nun – auf Probe – für drei Jahre im Gemeindeverbund arbeiten darf. Das ist als Berufsanfängerin natürlich sehr aufregend. Bisher konnte ich bei allem meinen Mentor fragen. Jetzt bin ich das erste Mal für vieles alleine verantwortlich. Das ist eine große Aufgabe. Zum Beispiel stehen nun solche Dinge an, wie meine Ordination im Juni. Das ist schon etwas Besonderes, weil man so lange darauf hingearbeitet hat.
Du hast aber hier in der Gegend schon gearbeitet, oder? Das stimmt. Ich habe mein Vikariat, also meine Ausbildung, im März 2015 in den Gemeinden am Strom (Quickborn, Damnatz und Langendorf) begonnen. Ich habe dann ein Jahr Elternzeit genommen, weil unser Sohn Ruben Oskar im Januar 2016 auf die Welt gekommen ist. Mein Vikariat habe ich bei Thorsten Oppermann in den Gemeinden Lemgow, Rebenstorf und Bösel fortgesetzt, da es näher an unserem Wohnort Wustrow liegt. Nun habe ich im April mein Examen bestanden.
Das heißt, du wohnst in Wustrow? Wie kommt das? Mein Ehemann Kai Arne Burmester ist dort seit Dezember 2014 Pastor. Zu dritt wohnen wir als kleine Familie im Pfarrhaus. Das bedeutet, dass ich als Pastorin nicht vor Ort wohnen werde, sondern weiterhin bei meiner Familie in Wustrow bin.
Warum nur eine halbe Stelle? Nach einem langen Vikariat – mit vielen familiären Entbehrungen – möchte ich nun ein bisschen mehr Zeit für Sohn und Ehemann haben.
Warum unsere Gemeinden? Im Probedienst wird man vom Landeskirchenamt „entsendet“. So sind wir damals ins Wendland gekommen. Im Prinzip bin ich also hierher versetzt worden. Ich bin aber richtig glücklich darüber, dass ich in der Region Ost bleiben kann. Ich schätze die Kirchengemeinden und KollegInnen hier sehr.

Wie gefällt es dir im Wendland? Sehr gut. Ich kannte Lüchow-Dannenberg schon ein wenig, weil mein Mann aus Schmölau (zwischen Polau und Zernien) kommt. Als gebürtige Fränkin bin ich immer wieder von der Vielfalt begeistert. Kunst und Kultur treffen auf schöne Landschaft. Nicht zu vergessen, die netten und offenen Menschen. Ich mag mein Zuhause. Und natürlich ist es klasse, dass die Familie meines Mannes in der Nähe lebt.
Und darf ich fragen, was du privat gerne machst? Wir haben einen großen, schönen Garten. Mein Mann und ich haben Obstbäume gepflanzt und einen Gemüsegarten angelegt. Zumindest haben wir das versucht. Der will gepflegt sein. Ansonsten tobe ich gerne mit meinem Söhnchen durch selbigen.
Was wünschst du dir für die Zukunft? Ich wünsche mir einen guten Start hier im Gemeindeverbund. Ich wollte immer Pastorin werden und nun ist es soweit.